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Physik 4-stündig


Lehrer: Herr Müller


Schülersicht
Versuchsbeschreibung

Versuch: Nr. 33 – Physik-Abi mit vier Wochenstunden
Fach: Physik (Profilfach/Neigungsfach)
Versuchsleiter: Peter Müller
Teilnehmer: 18 Freiwillige (oder alle 18 Namen aufzählen?)

Aufgabe:
Bewältigen Sie zwei Jahre Physikunterricht auf unbekanntem Terrain, d.h. im Profil- bzw. Neigungsfach der neuen Oberstufe.

Geräte:
Physikraum mit großer Auswahl an Experimentiergeräten, Spaß an der Physik, Konzentration, Disziplin, Taschenrechner, genügend Entschuldigungsformulare

Versuchsdurchführung:
Bedenken Sie, sich mindestens drei Minuten vor Beginn der einzelnen Versuchsabschnitte in den Versuchslokalitäten einzufinden. Der Versuchsleiter wird bereits dort sein und sämtliche auf dem Plan stehende Experimente durchführbereit aufgebaut haben. Setzen Sie sich an Ihren Versuchstisch und halten Sie Ihre Schreibgeräte zum exzessiven Gebrauch bereit. Passen Sie im Folgenden gut auf, konzentrieren Sie sich und versuchen Sie, sich die Zusammenhänge einzuprägen. Der gut strukturierte Heftaufschrieb und die luxuriösen, z.T. farbigen Arbeitsblätter werden Ihnen dabei behilflich sein. Dies alles wird Ihnen teilweise traumhafte Klausurschnitte einbringen sowie ein gutes Gefühl nach dem Physik-Abi, welches u.a. aus zahlreichen Abi-Vorbereitungsstunden zusammen mit dem Leiter resultiert. Selbiger wird Ihnen Fragen jeglicher Art beantworten und sogar im Internet recherchieren, wenn das Fachwissen mal überfordert sein sollte. Dies ist insbesondere bei Fragen des Versuchsteilnehmers Ströbele erforderlich, welche das Ergebnis eines meist schwer nachvollziehbaren Gedankenexperiments darstellen. Lassen Sie sich auch nicht von etwaigen Spannungen in der Luft beirren, diese legen sich bei guter Mitarbeit binnen kurzer Zeit.
Sollte bei diesem Versuch doch einmal etwas schiefgehen – sollten Sie z.B. vergessen, Ihr Handy stummzuschalten oder versehentlich eines der roten Messgeräte zerstören – bringen Sie einfach beim nächsten Versuchsabschnitt einen Kuchen mit. Der Versuchsleiter wird Sie daraufhin auffordern, an der physiksaaleigenen Espressomaschine einen Cappuccino für sich zuzubereiten.
Lauschen Sie nun den Erzählungen des Leiters über das tagesaktuelle Geschehen aus Schule und Umgebung. Haben Sie trotz allem keine Bedenken bezüglich Lehrplan-Zeit-Konflikte, sondern seien Sie versichert, dass Sie pünktlich mit Ablauf der letzten Stunde mit dem gesamten Stoff durch sind.
32 Mal werden Sie in lockerer Stimmung praktische Experimente auf dem neuesten Stand der Technik selbst durchführen. Die dabei benötigten Utensilien erstrecken sich von simplen Haaren über gefährliche Laser bis hin zu Hochspannungsspulen mit Blitzen und Knalleffekten.
Hin und wieder werden sich einige Versuchsteilnehmer dem Ernst des Lebens stellen und eine gleichwertige Leistungsfeststellung halten. Diese sind von allen GLFs der Schule mit Abstand diejenigen mit dem größten Kabelsalat und dem höchsten Anteil an Beamer-Präsentationen und technischen Innovationen überhaupt. Bildröhren, Laserpointer und Induktionskochfelder wurden alle zunächst in Physik-GLFs getestet, bevor sie auf den Markt kamen.
Zum Abschluss noch eine Warnung: Sollten Sie kein Freund des Jalousierunterkurbelns sein, so setzen Sie sich unter keinen Umständen in der ersten Reihe ans Fenster!

Versuchsauswertung:
Der gesamte Physikkurs bedankt sich bei Herrn Müller für die beiden abwechslungs- und lehrreichen Jahre, bei denen auch der Spaß nicht zu kurz kam.

Lehrersicht
„Hurra der alte Leistungskurs ist tot, es lebe das neue Profil- bzw. Neigungsfach.“
So oder so ähnlich sollten wohl die Schüler und auch die Lehrer nach dem Willen des Kultusministeriums die x-te Reform der Reform der reformierten Oberstufe zu Beginn des Schuljahrs 2002/03 begrüßen. Da mag es erstaunen, dass insgesamt achtzehn Schüler, neue Rekordzahl, das bekannterweise schwierige Fach Physik wählten und damit in die Rolle von Versuchskaninchen schlüpften. Und dies obwohl die meisten dieser Schüler ihren Physiklehrer schon seit der achten Klasse ohne Unterbrechung mit oberschschwäbischer Gelassenheit erduldeten. Ein bisschen Abwechslung hätte auch nicht geschadet.

Erfreulicher Weise konnten sich drei Mädchen, Anna, Simone und Susanne, dazu durchringen, in die sogenannte Männerdomäne Physik einzudringen. Erwähnenswert dabei ist, dass Anna und Susanne nicht aus dem naturwissenschaftlichen Zug sondern aus dem Musikzug kamen und beide ohne Probleme die zwei Jahre absolvierten. Anna verhalf dem ganzen Kurs zu einer tollen Spielstunde, als sie von zu Hause ein physikalisches Spielzeug, einen Induktionskreisel der berührungslos über dem Tisch schwebt, mitbrachte und damit den Spieltrieb der Schüler weckte. Simone fühlte sich sichtlich wohl im Kreise ihrer drei männlichen Banknachbarn. Sie schaffte das Kunststück, keine einzige Physikstunde in diesen zwei Jahren zu versäumen. Susanne hatte dagegen trotz ihrer größenmäßigen Unterlegenheit keine Probleme sich gegen Johannes und Simon durchzusetzen. Wobei aber alle drei bei den zahlreichen Praktikas meistens traute „Dreisamkeit“ demonstrierten. Denn manchmal versuchten Simon und Johannes Susanne zu ihrem „Hilfsneger“ zu degradieren.

Die Jungs machten öfters Schlagzeilen, weil sie versuchten ihre frisch gewonnenen physikalischen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. So wollte wohl Matthias seine eigene elektrische Leitfähigkeit testen, als er im Ulmer Bahnhof auf einen Eisenbahnwaggon kletterte und dabei in Kontakt mit der Hochspannungsleitung kam. Gott sei Dank überlebte er diesen Unfall. Benni hätte besser einem Satelliten-Navigationssystem als seiner physikalischen Spürnase vertraut, als er nach einer Irrfahrt durch München und dadurch verpassten Konzert auf der Heimfahrt zu seiner größten Überraschung nicht in Memmingen landete sondern in Regensburg. Sein Tischnachbar Jonas trug viel zur Abwechslung im Unterricht bei, weil er mit seinen vielen Fragen quer durch alle physikalischen und nichtphysikalischen Wissensgebiete reiste. Oder wollte er nur den Physiklehrer testen?

Die Multimedia Ag – Macher Simon, Christian und Manuel demonstrierten fächerverbindenden Unterricht und den Einsatz von neuen Medien hautnah, als sie bei Praktikas auf die Idee kamen Versuchsanordnungen und die Ergebnisse fotografisch zu dokumentieren anstatt sie mühsam abzuzeichnen. Claudio bildete zusammen mit Matthias das einzige Zweierteam, nachdem sich Stefan nach Klasse 12 aus dem Kurs verabschiedet hatte. Interessant war es zu beobachten, wie bei Claudio proportional zur Dauer des Physikkurses seine Haarlänge zunahm.

Duncan, eingerahmt von Christoph und Nico, versuchte die Dynamik im Sport-Neigungsfach anzuwenden. Dies führte aber zu einigen Verletzungen, so dass er doch öfters die Physikstunden „versäumen“ musste. Oder war der Sportunterricht so stressig? Seine Tischnachbarn dagegen übertrafen sich gegenseitig in ihrer Unterrichtsaktivität, die bei Nico nur manchmal durch ausgedehnte Gähnphasen unterbrochen wurde. War der Physikunterricht daran schuldig oder die Freundin? Christoph setzte die Kenntnisse aus der Fahrphysik ganz schnell in die Praxis um. War er am Anfang noch mit einem wenig stabilen zweirädrigen Roller unterwegs, sah man ihn nach dem 18. Geburtstag nur noch in einer stabilen, vierrädrigen, roten A-Klasse.

Florians große Liebe war das Theaterspielen. Dort überzeugte er unter anderem als Flieger im „Guten Menschen von Sezuan“. Trotz seines intensiven Engagements in der Theater – AG litten seine physikalischen Leistungen in keinster Weise. Ebenso hervorragend waren die Leistungen von seinem Nebensitzer Philipp. Motivation dafür war wohl sein späterer Studienwunsch. Etwas gelassener sah dies Stefan, der Dritte in dieser Runde. Er war immer für einen „Ausflug“ vom normalen Unterricht weg zu haben.

Leider war dies in dem neuen Profil- bzw. Neigungsfach nicht mehr so oft möglich, weil die Wochenstundenzahl von fünf Stunden auf vier Stunden gekürzt wurde, ohne dass der vorgeschriebene Unterrichtsstoff deutlich gekürzt worden wäre. So waren die geliebten Kaffeestunden eher Mangelware.

Trotzdem hoffe ich, dass es für alle zwei interessante und abwechslungsreiche Jahre waren und keiner für sich feststellen muss „Hätte ich doch besser ein anderes Fach gewählt.“ So bleibt mir nur noch übrig, Euch einen erfolgreichen Abiturabschluss, die mündliche Abiturprüfung steht noch aus, und für den weiteren Lebensweg alles Gute zu wünschen .

Euer Physiklehrer


    Zufallsbild
WM 2006 - Jörg und Flo on Tour (Teil 1: München, Fanfest im Olympiapark)

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    Geburtstage

06.09. Florian Huchler

16.09. Andrea Nothelfer

19.09. Marion Rehm

03.10. Christine Russ

05.10. Raphael Wespel