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    Kernkompetenzkurse, Profil- und Neigunsfächer im Überblick

Chemie 4-stündig


Lehrer: Herr Mayerhofer


Schülersicht
Es war einmal ein großer Meister der Chemie. Vor zwei Jahren erhielt er die große Aufgabe, elf Lehrlinge auf das Ende ihrer 13-jährigen Schullaufbahn vorzubereiten, wobei er weder Kosten noch Mühen scheute. Um uns möglichst interessante Versuche bieten zu können, plünderte er des Öfteren seine große Vorratskammer. Nicht einmal seine Geburtstagsgeschenke waren ihm zu schade, so dass wir sogar in den Genuss von Jack Daniels kamen. Wir hatten auch die große Ehre seinen ersten selbstgebackenen Kuchen zu kosten. Mit Aktionen solcher Art und der Einführung chemischer Vorspiele am Nullpunkt machte er die manchmal mangelnde Motivation wett, die größtenteils aus der unglücklich
en Stundenlage resultierte (Mo 9./10.; Fr 6.). Diese Stunden waren von ihm stets mit großer Sorgfalt vorbeireitet, was sich u. a. an seinem hervorragenden Tafelanschrieb zeigte. Wenn wir trotzdem auf ungeklärte Fragen stießen, mussten wir uns durch große Mengen kleiner 5er kämpfen, die ihn auf Grund seiner sympathischen Art ständig umlagerten. Diese positive Aura zog uns ebenfalls derart in ihren Bann, dass wir keine Stunde freiwillig versäumten (zumindest der größte Teil von uns). Er hat keine Probleme, eigene Schwächen einzugestehen (Zitat: „Tschuldigung, mein Fehler!“). Sein „Mega-Charakter“ machte ihn sogar zum Protagonist eines Hans-Comics. Es entsteht jetzt vielleicht der Eindruck, unser Großmeister wäre zu gutmütig. Ganz im Gegenteil: er verdonnerte Simon zu einem Referat über die Geschichte des Kaugummis. Er hatte uns auch sonst immer unter Kontrolle und ließ sich durch unseren meist großen Mitteilungsdrang nie aus der Ruhe bringen. Apropos Reden, unser Mentor ist ein großer Verfechter der süddeutschen Linguistik. Die Auswertung mancher Versuchsergebnisse widersprach jedoch seiner sonst so korrekten schwäbischen Art. Wir mussten z. B. in roten Lösungen grüne Farbtöne entdecken. Mit abnehmender Stundenzahl vor der schriftlichen Prüfung wuchs seine Nervosität exponentiell, was wahrscheinlich daher rührte, dass wir sein erster Leistungskurs waren. Wir hoffen, ihm als solcher immer in guter Erinnerung bleiben werden (was wir nicht bezweifeln). Danke Herr Mayerhofer für die zwei tollen Jahre.
Ihr 1. Chemie-LK + Jonas



Anmerkung an die Redaktion: „+ Jonas“ wurde von Jones selbst vorgeschlagen und muss nicht als Beleidigung gesehen werden.

Lehrersicht
„Unser Erster Chemie-Kurs - ein Langzeitversuch“

Ja, nun war es soweit: Unser Erster Chemie-LK oder genauer Profil- und Neigungskurs (auch für mich, jedenfalls als Lehrer)!!
Im September 2002 fanden sich 11 junge Menschen im Chemiesaal ein (oder war’s der Physiksaal?), um in etwa 250 Unterrichtsstunden eine Verwandlung vom „Laien zum Chemiker“ zu vollziehen. Zu diesem Zwecke wurde auch ohne Umschweife sofort ein Langzeitversuch gestartet:
Ziel:
Herstellung von 11 schlauen Köpfen mit möglichst kleinen chemischen Bildungslücken.
Edukte:
Heterogenes Gemisch aus 4 Damen (Anja, Kathrin, Hannelore und Marie-Luise) und 7 Herren (Christian, Florian 1 und 2, Jonas, Jörg, Mathias und Simon) und jede Menge Katalysator, um die Aktivierungsenergie der beabsichtigten Reaktion zu erniedrigen. Anstelle von MnO2 wurde bei diesem Versuchsansatz MayO2 verwendet.
Reaktionsweg:
Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass es ein langwieriger Prozess werden würde, bis die Edukte mit dem zu lernenden Abistoff vollständig reagiert haben würden. Um die Reaktion zu beschleunigen, mussten die Edukte mit spektakulären Versuchen katalysiert (= motiviert) werden. Der Höhepunkt war ein Versuch, bei dem nachgewiesen wurde, dass destilliertes Wasser den elektrischen Strom besser leitet als Leitungswasser!? Natürlich mussten auch etliche Energieberge (= Widrigkeiten) überwunden werden, um die Reaktion überhaupt in Gang zu setzen. Hierbei wären unter anderem zu nennen:
- Erstickungsgefahr aufgrund giftiger Gase und Dämpfe (Diese Versuche wurden im Abzug
durchgeführt!).
- Zu spät kommende Edukte und fehlende Unterrichtsmaterialien (keine Bücher, kein Block,
J.S.: „Wer hat ein Blatt für mich?“).
- Zu niedrige Konzentrationen auf Seiten der Edukte, so dass das Gleichgewicht nur schwer-
lich auf die Seite der Produkte verschoben werden konnte.
Versuchsergebnis:
Nach zwei Jahren intensiver Arbeit ist die endotherme Reaktion, die viel Energiezufuhr von Eurer Seite, aber auch von mir erforderte, beendet. Ich hoffe dass das Versuchsergebnis unseres „Ersten Chemie-Kurses“ Euren Erwartungen in etwa gerecht geworden ist.
An dieser Stelle bedanke ich mich für die aus meiner Sicht gute Zusammenarbeit, euer Interesse am Fach und die meist positive Arbeitseinstellung. Erwähnt sein soll hier auch Eure Ausdauer, vor allem in den späteren Montagsstunden. Ein besonderer Dank gilt den Kuchenbäckern!
Ich wünsche Euch auf Eurem weiteren Weg viel Glück und Selbstvertrauen und natürlich viel Energie!

May


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16.09. Andrea Nothelfer

19.09. Marion Rehm

03.10. Christine Russ

05.10. Raphael Wespel

11.10. Jens Mütze